♥ Lese Empfehlung ♥

Veronika Serwotka ist hier ein absolut gelungener Auftakt für ihr High Fantasy Werk geglückt. Ihr fesselnder Schreibstil und die lebensnahen Charaktere machen dieses Buch zu einem rundum begeisternden ersten Band. Die Idee ist nicht nur toll, sondern wurde auch sehr gut umgesetzt. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!

Donnerstag, 16. November 2017

Die Sache mit der Bewertung, oder wenn das Buch dann doch nicht so gut war ...

Vielleicht bin ich ja alleine damit, aber ich muss es in jedem Fall los werden ^^

Vor einiger Zeit ist es mir zum ersten Mal so ergangen, dass ich ein Buch gelesen habe, dann habe ich es mir durch den Kopf gehen lassen und anschließend die Rezension dazu verfasst.

Nun habe ich mich einen Tag später mit einer lieben Freundin darüber unterhalten. Sie hatte das Buch auch erst kürzlich gelesen. 
(Das Buch wird nicht genannt, um keine negative Beeinflussung auszulösen^^)

Da passierte Folgendes:
Klein Teja bemerkte Dinge. Jawohl, Dinge. Und zwar solche, die meine Bewertung eigentlich negativ beeinflusst hätten - oder hätten sollen ...

Nun liegt es nicht an der Freundin, sie hat nicht auf mich eingewirkt, nein. Wir haben uns schlicht über die Handlung unterhalten und während des Gesprächs vielen mir immer mehr Logikbrüche auf. Fiese Logikbrüche, die mir während des Lesens nicht gewahr gewesen sind.

Nun habe ich die Rezension aber bereits geschrieben. Eigentlich bin ich der Meinung, dass sie nun so stehen bleiben müsste, wie damals von mir verfasst. 

Wie seht Ihr das?

Ich möchte es in etwa mit einem Buch vergleichen, dass ich vor einigen Jahren gelesen habe. Ich war damals jünger, nahm es anders wahr. Nur weil ich dem heute vielleicht entwachsen bin, kann ich doch die ursprüngliche Rezension nicht ändern und meine frühere Bewertung entsprechen herabsetzen, oder?

Allerdings entspricht die Rezension des oben gemeinten Buches jetzt auch gar nicht meiner aktuellen Meinung ...

Ihr seht, ich befinde mich in einer Zwickmühle wie aus dem Bilderbuch.(Hier dürft Ihr euch gern ein resigniertes Schulterzucken vorstellen^^)

Ich werde sie wohl so belassen, denn aus dem Moment heraus habe ich es ja so empfunden. Es schmeckt mir zwar nicht, aber alles andere fände ich irgendwie unfair.

Und außerdem, was soll der Autor/ die Autorin von mir denken? 
Da kommt dann sicher so etwas wie:
"Don't write and drink" oder "Ihre wirre Stunde kam, immer wenn sie Pillen nahm"

Nee, nee. Lieber nicht. ;)

Ich könnte es nun darauf schieben, dass ich echt krank war. War ich wirklich! Aber daran kann es nicht liegen. Es war ja auch das erste Mal, dass mir eine Bewertung im Nachhinein nicht mehr schmeckt.

Es war auch ein Experiment. Ich lektoriere ja auch und nehme in Folge dessen alles zu genau auseinander. Werbung, Radio, Film - egal. Alles! Hier habe ich bewusst versucht, das Hirn mal auf Pause zu stellen. Ich wollte nur lesen - "normal" lesen. Na das Experiment ging dann wohl gründlich nach hinten los ;)

Meine ganze vergangene und zukünftige Arbeit werde ich deshalb auch nicht in Frage stellen. Doch mich würde brennend interessieren, wie Ihr Euch verhalten würdet, wenn Ihr an meiner Stelle wärt. Oder ist Euch so etwas sogar schon passiert?

Ich würde mich freuen, wenn wir uns ein wenig darüber austauschen würden - nett und lieb, das versteht sich ;)

Alles Liebe
Eure Gwynny (Teja)

Montag, 6. November 2017

REZENSION: "Traumsplitter" von Tanja Heitmann aus dem Heyne Verlag

>> Ich bin verliebt<<, platzte es aus Ella heraus. 
>> Und es ist alles ganz schrecklich!<<
(Aus Traumsplitter von Tanja Heitmann)


Das Buch „Spiegelsplitter“ von Tanja Heitmann ist im Oktober 2011 im Heyne Verlag erschienen. Es ist als Print, Hörbuch und eBook erhältlich.


Sie hat den richtigen Ton angeschlagen und eine Saite in mir zum Schwingen gebracht, leider konnte sie ihn nicht halten.


Deine Liebe ist ein gefährlicher Traum

In flirrend heißen Sommernächten beginnt die junge Ella von Gabriel zu träumen. Vom ersten Moment an fühlte sie sich von dem umwerfend charmanten Mann, der plötzlich vor ihrer Tür stand, wie magisch angezogen. Doch dann entdeckt Ella, dass Gabriel tatsächlich den Weg in ihre Träume kennt. Eine gefährliche Gabe mit einem hohen Preis, der sie beide in den Abgrund stürzen könnte.


In diesem Buch ist eine tolle Geschichte erzählt, die, neben vielen Stärken, leider auch einige Schwächen vorzuweisen hat.

Beginnen möchte ich aber mit den Stärken.
Tanja Heitmann hat ein gutes Händchen für die Atmosphäre und die Beschreibungen. Ich habe mich selbst in dem Labyrinth gesehen, konnte die Kälte des Spiegels fühlen. Der Garten hat es mir natürlich besonders angetan ;) Auch die Charaktere waren in ihrem Aussehen, ihrer Mimik und Gestik greifbar.

Mich hat jedoch gestört, dass die Protagonistin Ella alles zu leicht hingenommen hat. Alles wirkte mir als zu gegeben. Mir haben Zweifel gefehlt, Begründungen und ein wenig auch der Hintergrund. Mir ging die Story nicht genug in die Tiefe und es gab einige Längen.

Es ist im Grunde ein schönes Buch, mit einer wirklich interessanten Thematik, die aber durch ihre Schwächen etwas gelitten hat.

Ich hatte auch ein Lied zu dieser Geschichte im Kopf, ziemlich aktuell: „Was du Liebe nennst“ von Bausa. Das bedeutet, dass mich das Buch emotional berührt hat, nur leider konnte die Autorin mich nicht halten, gemeinsam mit dem Fortlauf der Geschichte habe ich mich leider wieder distanziert. Sehr schade!


Eine Geschichte, die in meinen Augen noch deutlich mehr hätte hergeben können. Trotzdem fühlte ich mich angenehm unterhalten und die Thematik hat mir sehr gut gefallen.


Hier gibt es 3 von 5 Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 06.11.2017







Donnerstag, 2. November 2017

Das Leben ist schön! Gedanken einer Bloggerin zwischen Unmut und Zwist im Netz

Guten Morgen Ihr Lieben!


Die Sonne scheint wundervoll an diesem 02. November, kleine Schäfchenwolken ziehen über den Himmel und ich habe wirklich gute Laune. :)

gefunden bei pixabay.de
Darum habe ich gedacht, ich lasse Euch an meinen Gedanken teilhaben, die zu dieser kleinen Euphorie dazugehören.

Es ist nämlich so, dass ich im Netz und auch privat unglaublich viel Hetze, Unmut und gemeine Dinge und Äußerungen wahrnehme. Meine Wenigkeit ist jedoch furchtbar Harmonie süchtig^^

gefunden bei pixabay.de
Nun wälze ich also schon seit längerer Zeit meine Meinung und verschiedene Ansätze hin und her. Was soll ich schreiben, was soll ich Euch sagen? Und heute Morgen war es ganz klar – sonnenklar, im wahrsten Sinne des Wortes! :)

Es ist so einfach Ihr Lieben :)

Das Leben ist schön! Ich darf tun, was ich gut kann. Ich darf Manuskripte für kreative Autoren lektorieren, über Bücher bloggen, mich mit anderen vernetzen und Kontakte zu unheimlich interessanten Menschen knüpfen. Es haben sich viele tolle Bekanntschaften und Freundschaften entwickelt. Manche bleiben, andere gehen.

Wisst Ihr was? Das ist doch toll, das Leben bietet ständig Neues und Aufregendes! Jeder hat seine eigene Meinung und kann sie vertreten, die Worte und der eigene Wille bieten eine Fülle an Möglichkeiten zu leben – und leben zu lassen!

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Ich habe einen kleinen feinen Blog, ich liebe meine Follower – also Euch – denn Ihr macht meine Arbeit real und wichtig. Ich liebe die Rückmeldungen, die ich von Euch bekomme. Es müssen nicht hunderte sein (werden es sicher auch nie^^), aber wenn auch nur ein Mensch die Rezension liest, dann habe ich doch bereits Erfolg gehabt, oder?

Natürlich gibt es andere Arten von Bloggern, die Ihre Arbeit so ganz anders angehen als ich. Aber sonst wäre es für die Leser doch auch sehr langweilig, oder? Es gibt große Blogs und kleine, aufwendige Gestaltungen innerhalb der Beiträge und schlichte. Doch hat jeder ein eigenes Leben dahinter. Darum sollte man nicht urteilen, wenn man doch eigentlich nichts Genaues weiß.

Was das tolle daran ist? Leute, man hat so viel Zeit um positive Energie zu sammeln und auch auszustrahlen, wenn man sich nicht immer mit den negativen Dingen des Lebens behängt. Ignorieren ist zwar auch nicht gut, aber es sollte doch nicht den Alltag bestimmen.

gefunden bei pixabay.de
Wer mag mitmachen – seine Leidenschaft einfach nur zu lieben und auszuleben, das Schöne in der Welt mehr wahrzunehmen und die Menschen einfach Menschen sein zu lassen?

Heute ist ein schöner Tag, und wer die Sonne nicht am Himmel hat, dem Schicke ich ein paar warme Strahlen ins Herz! :)

Eure Gwynny (Teja)

Sonntag, 29. Oktober 2017

REZENSION: "Die Quersumme von Liebe" von Katrin Zispe aus dem Magellan Verlag

LEKTION 4 FÜR MIKROBEN
Es ist nicht schlecht,
wenn du weißt, wann es genug ist.
Und wenn du es nicht weißt,
dann musst du eben durch.
Du findest die Botschaft nicht hilfreich?
So geht’s mir auch,
kleine Mikrobe,
so geht’s mir auch.
Zitat aus „Die Quersumme von Liebe von Katrin Zispe


Das Buch „Die Quersumme von Liebe“ von Katrin Zispe ist 2015 im Magellan Verlag erschienen. Es ist nur als Print erhältlich.


Ein Roman mitten aus dem Leben, der zeigt, was hinter der Fassade durch Lügen alles kaputt gehen kann, ehe es jemand merkt.


Luzies geordnete Welt gerät ins Wanken, als sie einen Brief ihrer verstorbenen Großmutter erhält. Das Geheimnis, mit dem er sie konfrontiert, nimmt ihr Leben Stück für Stück auseinander. Doch plötzlich ist da Puma, bei dem sie sich frei fühlt und geborgen. Damit sie mit ihm zusammen sein kann, muss Luzie ihre Erinnerungen zu einem neuen Bild zusammensetzen, in dem Lügen keinen Platz haben.


Wo fange ich an? Ich wurde überrascht. Ich denke, das trifft es gut. Ich wurde überrascht von diesem Buch und seinem Inhalt, der Wahrheit zwischen den Buchdeckeln und der Kunst von Katrin Zispe, diese so lebensecht wiederzugeben.

Die Geschichte um Luzie hat mich im Herzen berührt und ich hatte vom ersten Szenenwechsel an, zwischen ihr und Puma, einfach nur Angst. Sie hat mich bis ans Ende begleitet, dazwischen wurde sie angefacht, abgemildert – aber sie ist nie ganz verschwunden. Hier wird das Leben geschrieben. Hier steht auf eine besondere Weise, was Lügen bei einem Kind und jungen Erwachsenen anrichten können - vor allem aber das Leugnen von Tatsachen, bis hin zum Abtun als schlichte Hirngespinste.

Dieses Buch sollten nicht nur junge Leute lesen, es täte wohl auch ein paar Erwachsenen ganz gut. Damit sie sich selbst reflektieren und mal in Zweifel ziehen, ob das, was sie vermeintlich Gutes für ihre Kinder tun, nicht nur zum eigenen Schutz bestellt ist.

Ich hoffe sehr, dass ich diese Lektion für meinen Sohn in die Zukunft mitnehme und darauf achte, ob seine kleine Seele wirklich heil ist.

Versunken bin ich in dieses Buch, obwohl ich mich wirklich gefürchtet habe, vor dem, was mich am Ende erwarten würde. Es war in seiner eigenen, düsteren Atmosphäre fesselnd und Luzie war mir so nah, als ob ich selbst Ihr Leben zu meistern gehabt hätte.


Romane lese ich eher selten, ich bin in der Fantasy zuhause. Doch dieser Roman ist wohl der beste, den ich bisher lesen durfte (Klassiker mal außen vorgelassen^^). Katrin Zispe hat eine Thematik geschildert und aus dem Leben gegriffen, die ernst zu nehmen ist und hat diese für uns Leser gekonnt aufgearbeitet. Dieses Buch ist eines meiner Jahreshighlights für 2017!


Hier gibt es die Höchstwertung,
5 von 5 goldenen Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk

Mittwoch, 25. Oktober 2017

REZENSION: "Der Alchemist von London" von Jeanette Winterson aus dem Berlin Verlag

„Es gibt alles“, sagte John Dee. 
„Man muss es nur finden.“
Zitat aus „Der Alchimist von London“


Das Buch „Der Alchemist von London“ von Jeanette Winterson erschien erstmals 2009 unter dem Titel „The battle oft the Sun“ bei Bloomsbury Publishing und 2010 in Deutsch bei Berlin Verlag. Derzeit ist es zu Deutsch nur als Hardcover und gebraucht zu bekommen. Nur in der englischen gibt es das Buch als Print und eBook.


Eine sprachliche Besonderheit. Niedlich und doch ernst konfrontiert diese Fantasy mit der Gier des Menschen und der Notwendigkeit des Selbstvertrauens.


Die Hitze verschlägt Jack den Atem. Im Labor des Magiers lodert ein mächtiges Feuer, zwei Jungen betätigen einen überdimensionalen Blasebalg. Gefäße mit Köpfen und Gliedmaßen darin reihen sich auf den Regalen, in den Reagenzgläsern brodelt es. Der Magus wirft eine Handvoll Staub ins Feuer, und plötzlich erscheint seine Vision einer goldenen Stadt: London Bridge, St. Pauls Kathedrale, die Themse - alles aus Gold. Der dunkle Magus ist seinem Ziel so nah wie nie. Allein die Kräfte des Auserwählten Jack fehlen ihm, um seinen heimtückischen Plan in die Tat umzusetzen. Mit seinem untrüglichen Gespür für Gut und Böse stellt sich Jack dem Magier entgegen. Doch wird er den bösen Alchemisten aufhalten und London retten können? Mit jeder Zeile dieses Buches stellt Jeanette Winterson ihre Lust am Erzählen unter Beweis: Der Alchemist von London ist ein Feuerwerk ihrer Fabulierkunst und ihrer unbändigen Fantasie.


Bei diesem Buch handelt es sich um ein sprachliches Kleinod. Einen solchen Stil muss man sicher mögen und er ist nicht für jeden Leser geeignet, ich selbst mag aber diese wunderschöne und blühende Erzählung. Die Autorin hat oft kurze und dafür aussagekräftige Sätze. Dann wieder etwas länger und oft hat sie ausführliche Aufzählungen, doch bei dieser Geschichte stört das nicht. Es gehört zu ihr, als Teil der Atmosphäre. Dieses Buch folgt seiner eigenen sprachlichen Melodie – und ich fand sie wunderbar.

Für mich las es sich flüssig und vor allem sehr zügig. Ich warne jedoch davor, das Buch als seichte Lektüre für zwischendurch hernehmen zu wollen. Dafür eignet es sich nicht. Man muss schon seinen Kopf einschalten und eventuell auch mal zwischen den Zeilen lesen. Der Stil ist anspruchsvoll und die Thematik ernst, auch wenn sie liebevoll in die Fantastik eingewickelt ist. Die Gier des Menschen wird sein Untergang …

Der Protagonist ist erst 12 Jahre alt und ich frage mich noch immer, ob ich das Buch als Jugendbuch einstufen möchte. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass Erwachsene oft anders lesen und die Dinge anders nehmen als Kinder. Darum denke ich, dass 12 ein gutes Alter ist, um dieses Buch zu lesen. Auch wenn die Kinder sich heutzutage leider sicher mit der Sprache schwertun, die dann doch gehobener ist, als das Umgangsdeutsch der heutigen Zeit ;)

Die Charaktere sind hier einzigartig und anders. Jack ist für sein Alter doch sehr reif, jedoch nicht übertrieben. Die Leute um den Magus herum haben alle ihre Eigenheiten und sind eher speziell ;) Am liebsten mochte ich neben Jack den kleinen Crispis und den Drachen – aber lest selbst, weshalb das so war. ;)


Eine wundervolle Geschichte, die den Deckmantel der Fantastik hernimmt, um die Gier des Menschen und die Notwendigkeit des Vertrauens in sich selbst aufgreift. Der bezaubernde Schreibstil der Autorin hat ihr Übriges dazu beigetragen, mich für diese Geschichte zu begeistern.


Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 25.10.2017

Mittwoch, 18. Oktober 2017

REZENSION: "Der Schattenesser" von Kai Meyer aus dem Blitz Verlag


Der Mann Josef blickte aus der Dachluke der Altneu-Synagoge
 über die Giebel der Judenstadt und wartete, 
dass der Vogel Koreh zu ihm sprach. 
Der Mann Josef lauschte oft auf seine Stimme. 
Es war die einzige, die er hörte.

Zitat aus „Der Schattenesser“ von Kai Meyer




Das Buch „Der Schattenesser“ von Kai Meyer ist erstmals 1996 erschienen. 2017 gab es im Blitz Verlag eine limitierte und signierte Neuauflage von 333 Exemplaren als Hardcover. In meinem Besitz befindet sich Nr. 230.


Eine gelungene Interpretation der Baba-Jaga im Prag des 17. Jahrhunderts. Unheimlich, grausam, schockierend, anspruchsvoll.


Prag im Dreißigjährigen Krieg: Söldner halten die Stadt besetzt, Raub und Hinrichtungen sind an der Tagesordnung. Auf der Suche nach dem Mörder ihres Vaters begegnet Sarai, Adeptin der Alchimie, einem unheimlichen Wesen, das den Menschen ihre Schatten und Seelen raubt. Eine fantastische Jagd durch das magische Prag beginnt.

Aus Gassen und Hinterhöfen treten bizarre Gestalten ans Licht. Sarai begegnet dem Meister des Schattentheaters - dem unsterblichen Leander Nadeltanz - und Kaspar, der lebenden Kanonenkugel. Der Golem erwacht in seiner Gruft auf dem Speicher einer Synagoge. Ein verrückter Papiermacher schafft Knochenfrauen aus Pappmaché, und durch die Ruinen Böhmens reitet die Baba Jaga in ihrem Hexenhaus auf Hühnerbeinen.

Inmitten ausbrechender Pest und blutiger Pogrome nimmt Sarai den Kampf gegen den Schattenesser auf - und muss erkennen, dass ihr der wahre Blick in den Abgrund von Mythos und Wahn erst noch bevorsteht.


Mein erstes Buch von diesem, doch sehr bekannten, Autoren. Und was soll ich sagen? Er ist meiner Meinung nach zurecht so beliebt wegen seiner Schreibkunst.

Diese Geschichte ist einfach viel mehr, als ich mir erhofft hatte. Ich liebe die Mythen und Märchen rund um Baba Jaga – nicht alle sind fröhlicher Natur. Und das Cover zusammen mit dem Hinweis auf diese „Hexe“ hat mich schnell dazu bewogen, das Buch zu bestellen.

Erwartet habe ich fast eine Art Märchenadaption, nur düsterer. So ähnlich vielleicht wie bei Daniela Winterelds „Der geheime Name“. Aber mitnichten!

Wir haben hier eine ganz eigenständige Geschichte, in der die Baba-Jaga eine, für mich neue, Rolle einnimmt. Oft ist man sich nicht sicher, ob die Charaktere nur an Einbildungen leiden, oder ob das alles Wirklichkeit für sie ist. Fast zum Schluss wurde ich dann von Kai Meyer noch auf einen Irrweg geschickt – ich war kurz enttäuscht und dachte, der gruselige und schockierende Faktor hätte sich in Wohlgefallen aufgelöst. Doch er hat mir ein Schnippchen geschlagen – es kam dann doch unerwartet anders. ;)

Der Autor hat mich auf eine zum Teil grausame, unheimliche und verwirrende Reise in das Prag des 17. Jahrhunderts geschickt. Und sie hat mich in ihren Bann gezogen. Die Charaktere sind greifbar, die Atmosphäre versetzt mich in die Judenstadt – mitten zwischen die Pestopfer. Ob ich mich beim Lesen wohlgefühlt habe? Sicher nicht immer – und ich denke, genau das hat Kai Meyer aber auch beabsichtigt.

Was ich unbedingt noch erwähnen möchte, ist wie wortgewaltig der Autor diese Geschichte zu Papier gebracht hat. Es ist eine durchaus anspruchsvolle Lektüre, bei der ich mich während des Lesens mal wieder konzentrieren musste. Für mich bedeutet das in diesem Fall höchste Qualität :)


Mein erstes Buch von Kai Meyer und ich bin wirklich begeistert. Das Buch hat mich positiv überrascht und mir mehr geschenkt, als ich gehofft hatte. Wer gern ein wenig Geschichte mit Fantastik liest ist hier sicher auf dem richtigen Weg. Es ist aber auch ernst, unheimlich, schockierend und schön. Sicher nicht mein letztes Buch von Kai Meyer!


Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen.
©Teja Ciolczyk, 18.10.2017

Freitag, 13. Oktober 2017

BLOGTOUR: "Agathe und der Rat der Sieben" von Katrin Lachmann / Eine Geschichte - 3 Themen - 3 Tage



Herzlich willkommen zu Katrin Lachmanns Blogotur!! 


Es hat lange gedauert, doch endlich hat ihr Buch "Agathe und der Rat der Sieben" ein schönes zu Hause im Masou Verlag gefunden und kann auch endlich bei auch Dir einziehen! :)

An den vergangenen beiden Tagen konntest Du schon viel über die Steine und die Autorin selbst erfahren. Auch heute gibt es noch weitere Beiträge zu der Geschichte hinter der Geschichte.

Am Ende meines Beitrags findest Du dann noch mal alle teilnehmenden Blogs :)

Natürlich kannst Du auch etwas gewinnen! Wie das funktioniert und was Du gewinnen kannst, findest Du ebenfalls weiter unten.

Bei mir geht es heute darum, ob wir uns ein Leben in einer so ganz anderen Welt vorstellen können. Was ist anders, vielleicht sogar besser? Was hält uns davon ab, auf was wollen wir auf keinen Fall verzichten? 

Hast Du Lust mit mir auf eine Reise in die Fantasie zu gehen und mit mir herauszufinden, ob wir in dieser anderen Welt leben könnten? Auf geht`s! ;)


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Zwei Welten. Zwei Arten zu leben.
Und Du mittendrin!

Stell Dir nur mal vor, Du könntest in eine andere Welt eintauchen. Einfach so. Ein waschechtes Abenteuer und nichts für schwache Nerven – denn alles wäre nicht so wie zuhause!

Dort leben die Menschen anders. Es gibt andere Sachen zu essen, die Leute gehen anders miteinander um und leben ganz anders – vielleicht gibt es ja sogar Magie?
Fotomaterial von Katrin Lachmann

Na klar hast Du hier zu Hause die Technik, vielleicht ein Handy, die Playstation oder einen PC. Aber dafür sind auch die Straßen schmutzig, überall fahren Autos und wenn Du Dich im Wald verläufst, weißt Du wahrscheinlich nicht, was Du essen darfst und was nicht.

In der Welt, die Du besuchen dürftest, geht es da schon anders zu. Du müsstest zwar jeden Tag mit anpacken, aber dafür würdest Du dich mit allen Pflanzen auskennen, mitten in der Natur leben. Doch es würde Dich nicht stören. Nicht mal, wenn eine Spinne in Deinem Zimmer sitzen würde ;) Immerzu könntest Du dich draußen aufhalten, müsstest weder Angst vor fahrendes Autos, noch vor fremden Menschen haben. Denn alle leben in Frieden miteinander.

Wie hört sich das für Dich an? Sicher erst mal befremdlich und vielleicht sagst Du jetzt: „Ohne meine PS4 – ohne mich. Ich bin doch nicht verrückt!“
Bild gemalt von Andrea Kerlen

Aber denk noch mal nach. Wäre es nicht absolut genial, wenn Du wüsstest, wie Du in der Wildnis überleben kannst? Wenn Du bei einem aufgescheuerten Knie sofort wüsstest, welche Pflanze die Schmerzen nimmt und dafür sorgt, dass kein Entzündung entsteht?

Vielleicht hast Du ja eine Lebensmittelallergie? Tja, in dieser Welt hättest Du damit sicher keine Probleme. Denn hier gibt so etwas nicht. Und Du könntest jeden Tag frisch gebackenes Brot essen. Ach ja, also ich fände das richtig klasse.

Oder würdest Du es gleich total daneben finden und zu Hause bleiben? Kein Abenteuer riskieren?

Ich weiß ja auch nicht, ob ich das machen würde. Aber die Aussicht auf das Leben in der anderen Welt, das würde mich schon brennend interessieren! Wie sieht es aus, nehmen wir den Mut zusammen und tauchen ein in ein Leben mit der Natur? Auf geht’s! ;)

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Was gibt es zu gewinnen?
Ihr könnt heute bei mir ein eBook von "Agathe und der Rat der Sieben" von Katrin Lachmann gewinnen!




Wie kann ich am Gewinnspiel teilnehmen?
Alles, was Du dafür tun musst, ist mir unter diesem Beitrag in den Kommentaren die folgende Frage zu beantworten:

Würdest Du in der anderen Welt leben wollen? Und was ist der Grund für Deine Entscheidung?



Teilnahmeregeln 
* Teilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern 
* Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden 
* Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht 
* Der Rechtsweg ist ausgeschlossen 
* Bitte darauf achten eine Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, denn sonst verfällt der Gewinn! 
* Das Gewinnspiel läuft bis 14.10.2017 um 23:59 Uhr 
* Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt am 16. Oktober 2017



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Hier findet Ihr alle teilnehmenden Blogs in der Übersicht:

• Königreich der Bücher https://koenigreichderbuecher.blogspot.de/
• Miss Norges Bøker-Welt http://missnorges.blogspot.de/
• Naddisblog http://naddisblog.de/
• Unsere Büchereckeblog http://unserebuechereckeblog.blogspot.de/
• World of Books and Dreams http://worldofbooksanddreams.blogspot.de/