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Donnerstag, 26. Februar 2015

Werbung und Rezensionen

Hallo Ihr Lieben Leserchen da draußen!

Heute wende ich mich mal an Euch mit einem Thema, dass mich doch in letzter Zeit sehr beschäftigt. Ok, eigentlich sind es sogar gleich zwei. :) Ich wünsche mir von Euch eine rege Teilnahme mit Kommentaren und Eurer persönlichen (nett formulierten) Meinung, die Autoren wie uns Rezensenten eine große Hilfe sein können – Produktivität, das wäre wirklich super!

Zuerst möchte ich über Autoren und Ihre Werbung sprechen. Insbesondere bei Facebook, aber auch bei Lovelybooks und anderen Portalen. Meine Timeline lässt ja ohnehin nicht mehr viel Platz für etwas anderes als die Welt rund um das geschriebene Wort. Aber es ist mir doch aufgefallen, dass wirklich viel Werbung darunter ist. Autoren preisen ihre Werke an, posten die Preisvergünstigungen, weil bald etwas Neues veröffentlicht wird usw. Dann gibt es ja noch die passive Werbung in Form von „Welches Cover findet Ihr schöner“, „Was sagt Ihr zu den neuen Lesezeichen“ und dergleichen mehr. Der Kreativität sind da ja keine Grenzen gesetzt. :)

Ich persönlich verstehe gerade die Self-Publisher gut, dass Sie jede Gelegenheit nutzen um ihre Arbeit an den Mann/die Frau zu bringen. Sie haben es ja schwer genug auf dem Markt neben all den Verlagen. Doch wo ist die Grenze zwischen Erhaltung/ Bekanntwerden und übertriebener Propaganda? Also mich als Leserin schreckt zu viel Werbung in gefühlt allen Gruppen, bei denen ich dabei sein darf, eher ab. Bin ich genervt davon, dann kaufe ich das Buch erst recht nicht – schon fast aus Trotz. Wird gefragt welches Cover schöner ist, gehöre ich selbst zu den Menschen, die fein kommentieren. Es gibt also auch Marketing, das den Leser mit einbezieht und ihm das Gefühl gibt ein Teil des Prozesses zu sein. Eine durchaus positive Geschichte, wie ich finde. Ihr seht also, der Grat zwischen sinnvoll und übertrieben kann sehr schmal sein. Manchmal will ich nicht in der Haut unserer lieben Autoren stecken, denn es ist nicht einfach zielorientiert und Leser gewinnend zu werben. 


Wie ist das bei Euch? Wann wird Euch Werbung zu viel, wann findet Ihr sie nützlich und notwendig. Wie sollte Eurer Meinung nach gute Werbung aussehen – also Häufigkeit, Inhalt usw. 


Dann kommen wir zu meinem zweiten „Sorgenkind“. Die Rezension. Segen oder Fluch? Beides? Vor allem interessiert mich das Verhalten der Autoren, wenn man ihre Bücher bewertet. Aber zäumen wir das Pferd nicht von hinten auf, eins nach dem anderen :)

Ich selbst schreibe ja (zumindest sagte man mir das) sehr lange und ausführliche Rezensionen. Ich brauche das, um all meine Emotionen und Gedanken zu den Büchern verpacken zu können. Ich habe jedoch schon oft gelesen, dass solch lange Rezis die Leser abschrecken. Dabei finde ich gerade Rezensionen, die mir einen umfangreichen Überblick liefern, besonders schön. Mit einem kurzen Satz wie „Gutes Buch, hab es gern gelesen“ kann ich nicht viel anfangen. Ich weiß ja nicht was der Rezensent gut fand. Ob mich nicht genau das abhalten würde zu kaufen, vielleicht ist es ein anderes Genre als erwartet?


Was muss für Euch eine gute Rezension beinhalten, was ist überflüssig? Lieber kurz und knackig, oder ausführlich? Immer her mit Euren Meinungen! :)


Und nun zu der Frage, was haben Autoren von Rezensionen und wie sollten sie sich verhalten, wenn sie welche bekommen? Egal ob positiv oder negativ.

Also eine Rezension kann ja, ganz gleich wie gut und treffend formuliert, gut wie schlecht für die Autoren sein. Jemand der sich das Buch vielleicht gekauft hätte legt es beiseite, weil er aus der Rezi entnimmt, dass es nichts für ihn ist. Obwohl es eine Rezi mit 5 Sternen war! Andersherum gibt es eine 1-Sterne Rezension, die mich oder Euch dazu bringt das Buch zu kaufen. Schon allein weil wir wissen wollen, ob das Buch eine solch schlechte Bewertung verdient hat. Das ist ein Dilemma. In meinen Augen gibt es da keine klare Linie. Kein „Rezensionen sind gut“ oder „Rezensionen sind schlecht“ Wie ihr selbst seht, oder bestimmt schon wusstet, kann sie sich ganz verschieden auswirken und dem Autoren eben Segen und Fluch zugleich sein :)


Wie seht Ihr das Ganze?


Weil ich es selbst schon so oft gelesen habe, muss ich auch diesen Gedankengang mit Euch teilen/diskutieren ;)

Wie sollte sich ein Autor im Idealfall verhalten wenn er eine Rezension erhält? Ich persönlich finde, dass es nett ist ein Danke für eine gute Rezi zu bekommen, allerdings nur, wenn man das Danke dann auch bei einer nicht so guten Bewertung bekommt. Denn schließlich kann mir nicht jedes Buch gefallen. Und auch wenn der Autor meine Argumentation für eine eher negative Bewertung vielleicht nicht nachvollziehen kann, so erscheint sie mir doch logisch und beruht ja auf der Wahrheit, erfolgte nach bestem Wissen und Gewissen. Ich finde es schlimm, wenn man dann als Rezensent verrissen wird als neidisch, unfähig oder missgünstig. Natürlich sollte man nie jemandem eins auswischen und deshalb negativ bewerten, aber das versteht sich doch von allein. Man empfindet doch so eine Beschwerde der Autoren eher als schade, sie schreckt den Leser ab. Mich zumindest. Auch ein J. R. R. Tolkien hat nicht nur 5 Sterne bekommen! :) Und bevor Stimmen laut werden, es gibt da immer Ausnahmen und berechtigte Sonderfälle ;)


Nun interessiert mich aber auch brennend, was Ihr dazu zu sagen habt!

Kommentare:

  1. Liebe Gwynny,

    1. Wann wird Euch Werbung zu viel, wann findet Ihr sie nützlich und notwendig. Wie sollte Eurer Meinung nach gute Werbung aussehen – also Häufigkeit, Inhalt usw.

    Antwort:
    Mich persönlich schreckt zu viel Werbung ab. Deshalb versuche ich meinen Lesern/innen diese Qual zu ersparen und setze die Werbung dosiert ein.
    Leider muss ich immer öfter feststellen, dass einige Autoren ihr Buch jeden Tag in jeder Gruppe (z.B. bei FB) anpreisen. Für mich ist das oft ein Grund, diese Gruppe zu verlassen.

    2. Was muss für Euch eine gute Rezension beinhalten, was ist überflüssig? Lieber kurz und knackig, oder ausführlich?

    Antwort:
    Für mich muss eine gute Rezension beinhalten, was dem Leser / der Leserin gefallen und was nicht gefallen hat. Also nicht zu kurz und ich denke auch nicht zu lang - ein Mittelweg wäre gut.
    3. Was haben Autoren von Rezensionen und wie sollten sie sich verhalten, wenn sie welche bekommen?

    Antwort:
    Den Sinn in Rezensionen sehe ich, dass ich so erfahre, wo meine eventuellen Schwachstellen liegen, um diese dann ausmerzen zu können. Immerhin ist es mein Ziel, die Leser/innen mit gutem Lesestoff zu versorgen.

    Danke, für deine Fragen. Es hat Spaß gemacht, sie zu beantworten. Ich hoffe, dass sich noch mehr Autoren melden.

    Liebe Grüße
    Katy

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    1. Hallo Katy,
      vielen lieben Dank für Deine Antworten, ich hoffe es folgen noch viele mehr! Schön, dass auch gleich eine Autorin dabei ist :)

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    2. Stimmt... DAS habe ich in meinem Blahblah gar nicht bedacht, wenn jemand es wirklich drauf anlegt jeden Tag zu teilen... eine gute Dosierung sollte man sich vorher überlegen... *nick nick*

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  2. Hallo Teja,
    genau dieselben Fragen stelle auch ich mir immer wieder, und dass ich zur Kategorie der "Autoren" zähle, weißt du ja bereits ;-)
    Ich selbst bin kein so großer Werbetrommel-Rührer, da ich selbst diese permanente Überfrachtung nicht leiden kann. Natürlich mache auch ich hin und wieder auf meine Werke aufmerksam, zum Beispiel dann, wenn ein neues Buch kurz vor der Veröffentlichung steht, es zu erhalten ist, ich irgendwo eine Lesung habe ... Des Weiteren offeriere ich natürlich meine Bücher, wenn in irgendeiner FB-Gruppe, in der ich Mitglied bin, gezielt nach "Fantasy" gefragt wird, jedoch verbinde ich das inzwischen fast immer mit der zusätzlichen Empfehlung anderer Autoren, deren Werke ich ebenfalls gelesen, und die mir gefallen haben, weil ich finde, wir "kleinen" Autoren sollten uns gegenseitig unterstützen. Ich bin froh, inzwischen einen kleinen, aber tollen Blogger-Kreis zu haben, der meine Werke rezensiert, Autoreninterviews und Buchvorstellungen macht, sich mit mir austauscht. Natürlich freue ich mich wie jeder "Schreiberling", wenn meine Bücher den Lesern / Rezensenten gefallen, aber dass man NIE jeden vollkommen zufriedenstellen kann, weiß ich ebenfalls. Wenn daher jemand in seiner Rezension schreibt, er wäre "in die Story nicht reingekommen", oder "sie war einfach nicht das, was er erwartet hat", dann sagt das für mich lediglich aus, dass ich DIESEN speziellen Leser mit meiner Art zu schreiben eben nicht erreicht habe. Wenn jemand bemängelt, dass ihm meine Sätze zu lang und zu verschachtelt waren, und er DESHALB kein flüssiges Lesevergnügen finden konnte ist das etwas, was ich mir zu Herzen nehme und beim nächsten Buch zu vermeiden versuche. Konstruktive Kritik schätze ich sehr, denn sie hilft mir, weist mich auf Unzulänglichkeiten hin, gibt mir Tipps, worauf ich achten, und woran ich arbeiten sollte. Bisher hatte ich keinen Grund, mich über irgendeinen Rezensenten zu beschweren, und wenn ich doch mal eine hätte, würde ich auf jeden Fall versuchen, das "privat", und nicht "öffentlich" zu klären, denn es ist ausschließlich eine Sache, die ihn und mich betrifft. Normalerweise sollten Differenzen zwischen einem Autor und einem Rezensenten sachlich und vernünftig zu klären sein, und dazu gehört auch ein respektvoller Ton und Umgang miteinander. DAS sollte - ganz grundsätzlich - immer beachtet werden. Bewusstes, absichtliches Niedermachen sollte - eigentlich - in diesen Kreisen gar nicht stattfinden, aber leider gibt es auch hier, wie überall, schwarze Schafe. Die sollte man, so gut es geht, ignorieren, denn ich glaube, auch ein Leser, der sich anhand von Rezensionen ein Bild machen will, ist durchaus in der Lage zu bemerken, wo "Meinung", wo "Sachlichkeit" und wo "persönlicher Angriff" federführend war.

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  3. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  4. Hey Teja,

    ein sehr interessanter Blogbeitrag. Da gebe ich doch gleich mal meinen Senf dazu :)

    1. Es nervt mich schon teilweise, wenn Leute ohne Erbarmen jeden Abend um dieselbe Uhrzeit ihre Werbung in die verschiedenen Bücher- oder Werbegruppen rein ballern. Kaum hört einer auf, fängt der nächste an. Ich habe dadurch auch schon Gruppen verlassen oder die Leute aus meiner Freundes-Liste genommen, weil ich es einfach nicht mehr sehen konnte.
    Ich weiß, dass Werbung wichtig ist, gerade für uns kleine Autoren, aber man kann es auch übertreiben. Man kann Werbung auch dosiert einsetzen. Ich poste sie meistens auf meinem Profil oder auf meiner Fanpage, ab und an auch mal in einzelnen Gruppen, aber nicht so, dass danach dann die komplette Timeline von meinen Freunden mit dem Cover meines Buches zugepflastert ist. Auch mache ich es so wie Susanne, wenn in diversen Gruppen nach einer Empfehlung gefragt wird, dass ich mein Buch in einem Kommi erwähne.

    2. Eine Rezi sollte in erster Linie eine ehrliche Meinung des Lesers beinhalten, was gefallen und was nicht gefallen hat, damit ich weiß, was ich beim nächsten Buch anders oder besser machen kann. Aber … ob kurz oder lang, ich freue mich über jede Rezi :)

    3. Ich bin der Meinung, dass man sich als Autor im Klaren sein muss, dass man es nicht jedem Leser Recht machen kann. Geschmäcker sind bekanntlichermaßen verschieden und man muss mit unschöner Kritik bei jedem Buch rechnen. Klar ist es nicht schön und es tut auch weh, wenn man für sein Werk nur einen Stern bekommt, es als Scheiße oder Müll bezeichnet wird, aber das wäre für mich kein Grund das öffentlich (z.B. in Fb …) auszudiskutieren oder herumzujammern, so doof die Rezi auch ist. Ignorieren und darüberstehen wäre dann meine persönliche Lösung. Ich habe mir schon viele Bücher aufgrund schlechter Rezensionen gekauft und fand sie super und ich bin da bestimmt nicht die einzige, die das so macht :)

    Liebe Grüße Melanie

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  5. 1. Ich meide Werbung. Auf Facebook bin ich nicht, und Blogtouren und ähnliches klicke ich nie an. Ich lese Buchbewertungen und Verlagsvorschaue um meine Bücher auszuwählen.
    2. Das wichtigste ist die ehrliche Meinung, ob es gefallen hat oder nicht und warum das der Fall ist. Ich muss zugeben, dass ich meistens nur das Fazit lese, weil ich sehr sehr viele Bewertungen lese.
    3. Kein Buch gefällt jedem, ich denke, wenn das einem Autor nicht bewusst ist muss er eher an seiner Eitelkeit arbeiten als an seiner Schreibkunst.
    Lg Lara

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    1. Thema Blogtouren
      Ich finde, wenn solche Touren mit entsprechendem ZusatzStoff versehen sind und nicht bloß mit Gewinn-Chancen-Erhöhung prahlen, dann können sie sehr schön sein!
      Ich glaub es war bei dieser einen Dystopie... bei der eine Blogtour ein unveröffentlichtes Kapitel hinzugefügt hat! So was ist doch schön! Das sind kleine Schmankerl am Rande, die man durchaus dem leser schmackhaft machen kann.
      Schade ist es immer, wenn solche Sachen einfach nur zum 'Abstauben' genutzt werden. (Und das passiert leider sooooo schnell*hüstel*)

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  6. Salût
    (ACHTUNG: Ihr BEitrag darf höchstens 4.096 Zeichen umfassen! Das zum Thema Ausführlichkeit)

    Werbung
    Vorneweg schon mal ne Keule: „Also mich als Leserin schreckt zu viel Werbung in gefühlt allen Gruppen, bei denen ich dabei sein darf, eher ab.“ Ich bin da jetzt mal etwas drastisch in meiner Aussage, ohne dir zu unterstellen, dass es auf dich zutrifft. Wer in vielen Gruppen aktiv (mehr oder minder) ist, der muss damit leben, dass dieselben Werbungen andauernd aus allen Ecken schallen. Dasselbe gilt für: sämtliche andere Blogs, Verlage und Autoren in die FB Friendlist setzen/ abonnieren. Ist doch klar, das man dann viele Dinge doppelt und dreifach erfährt. - Jetzt dagegen: das ist aber auch notwendig JEDEN Kanal zu nutzen. (Gerade FB unterschlägt ganz gern Nachrichten, falls ihr das auch schon bemerkt habt!) Um also wirklich VIELE Leute zB für Gewinnspiele und Goodies erreichen zu können, musst du darauf hoffen, dass die Freunde deiner Freunde deine Nachrichten verteilen. Schneebälle sind nicht anders.
    Über GUTE Werbung werd ich an dieser Stelle nicht fachsimpeln. Das ist seeeeehr unterschiedlich. Ich persönlich finde mich veralbert wenn es eine Video-Werbung (egal welcher Verlag) für ein Buch gibt in dem das Cover und das Bild des Autors eingeblendet wird. Wenn sich aber jemand die Mühe macht, da einen ‚FilmTrailer‘ draus zu drehen, dann sehe ich das ganze sehr wohlwollend! Das ist eine super Idee um die verschiedenen Werbemöglichkeiten zu verknüpfen!
    Wenn Autoren sich selbst ein wenig zu pushen versuchen und dafür zB Lesezeichen in Eigenregie basteln oder sich sonst was einfallen lassen, zeigt mir das, wie viel ihnen an ihrem Buch liegt! Das ist in meinen Augen Mehrwert als in der Buchhandlung auf dem Präsentierteller zu liegen, weil ja alle Welt ein Mittelklasse Buch ach so toll findet.

    Rezis
    Was die Frage nach den Rezensionen betrifft entwinde ich mich mal mit einem: Jedem sein Gusto. Es gibt Kurzgeschichten, momentan vermehrt diese ‚E-Shorts‘ (‚bluäh‘) und andere knappe und knackige Literatur, nicht zuletzt Gedichte oder auch bloß Graffiti-Sprüche. Und es gibt dem gegenüber Atlanten, Wälzer und Almanache… Es gibt Reihen, Serien und ganze Universen! Wieso sollten die Rezensionen dazu nicht auch die volle Bandbreite abdecken. Da du zB LB ansprichst. Hier gibt es eine Kurzmeinung (Platz für einen Satz) und ein Graffiti kann hier viel aussagen… aber ich denke durch die Bank weg vor allem Schwarz oder Weiß. Und dann hat man die Möglichkeit eine Rezension zu verfassen. Ein Portal wie ‚wasliestdu‘ entbietet dir hier ab einer Länge von X Worten deiner Rezension mehr Punkte auf deinem Lohnkonto. Wobei ich das für eine fragliche Vorgehensweise halte.
    Weniger ist mehr! Gut und schön, aber ich halte das eher wie du. Ein Autor hat sich die Mühe gemacht und mir ein Werk mit zwischen 60 und 6000 Seiten kredenzt. Da reicht es NICHT zu schreiben: Oj war das lecker. Bei mir gibt’s Trinkgeld! *zwinker Eine Rezi darf natürlich nicht spoilern und nicht das total spannende Ende verraten… und überhaupt gibt es sicher eine riesige Liste ‚Darf‘ und ’Nicht Darf’. Vergessen sollte man aber nicht, dass Rezensionen nicht nur aussagen sollen: OB es mir gefallen hat, sondern WARUM und es soll im besten Fall dem Autor (so er sie denn liest) zeigen: DAS da hast du drauf, aber DA dran musst du noch arbeiten. Und das kann er nicht sehen wenn ich es nicht schreibe oder sage. Einige Rezensenten kriegen das in wenigen Worten hin! Einige schmücken ihre Rezis eben gern aus. Überflüssig ist das nicht… auch der Rezensent hat Kritiker auf die er hören kann. KANN Wenn mir einer sagt: Is mir zu lang, les ich generell nicht, gut, ist das so. Ich les generell nichts was kürzer ist wie zwei Absätze… denn das ist keine Rezi sondern oftmals der Klappentext mit zwei drei ‚Graffiti-Sprüchen‘. Eine Rezi DARF länger sein! Aber sollte kein eigenes Buch sein…

    (tbc)

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    1. Leider gehöre ich zu den Autorinnen, die nur sehr selten eine Rezension bekommt. Ich freue mich aber über jede, die mir hilft, weiter an meinem Schreibstil zu arbeiten. Deshalb lese ich sie grundsätzlich bis zum Schluss durch.

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  7. (rest)
    Autor
    Wie man sich als Autor verhalten sollte? Menschlich. Würde ich sagen. Ich habe durchaus schön gehört, dass einige aus allen Rohren zurück geschossen haben. Andere sind endlos dankbar! Ihr dürft nicht vergessen, dass Autoren bei negativer Kritik vlt auch mal sagen: SIEHSTE hätt’ ich das bloß so gelassen wie ursprünglich geplant! oder: ‚argh ich wusste doch, dass das noch nicht glatt war!‘ wenn aber alle Rezensenten nur schreiben: Das da war nich rund. dann weiß der Autor immer noch nicht WAS nicht rund war. Und DAS ist die geforderte Ehrlichkeit beim Anspruch an Rezensionen. Sagt was ihr denkt, nicht schimpfen, nicht den Besser-Wisser raushängen lassen. Rezis sind Kritiken! Und jeder darf kritisieren mit seinen Kommentaren. Aber jetzt mal gegeben dem Fall, ein Buch gefällt nicht, wird abgebrochen… dann hat der Autor auch darauf ein Recht. Aber ist es da verwunderlich, wenn ihn das verstimmt? Ich denke es ist menschlich und über einigen Dingen muss man als Rezensent drüber stehen. Freilich man muss sich nicht beschimpfen lassen, oder drohen lassen, oder sonst was. Aber so wie man sich von dem Buch beleidigt gefühlt hat (es hat meine Zeit immerhin für Schund beansprucht) darf der Autor das auch fühlen.

    Den Idealfall kann ich nicht beschreiben, da ich selbst keine Autorin bin, finde ich, habe ich nicht das Recht mir einzubilden aus der Sicht einer solchen einen Idealfall zu bescheinigen. Ich kann nur sagen, was ich (s.o.) menschlich erwarte.

    PS: Und genauso wie es Leute gibt die lange Rezis doof finden, gibt es Leute die genau DIESE genauso Wert schätzen wie ein gutes Buch an sich! (Das ist mein Erfahrungswert.)
    PS2: Noch schlimmer finde ich im Übrigen Sternchen-Vergaben über die auch schon endlos debattiert wurde. Da Sterne noch weniger darüber aussagen WIE es mir gefallen hat als ein ‚Einsatz‘. (Das Problem habe ich gerade wieder bei einem Buch, welches mehrere Kurzgeschichten beinhaltet. - Der Stil des Autors ist oberklasse. Aber nicht jede Story schmeckt mir! Daher wäre es nur fair wenn meine komplette Rezi gelesen wird und nicht anhand von Sternen in ein System gepresst wird, welches nicht unterscheiden kann zwischen meinen Einzelaussagen.)

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  8. Hallo Gwynny,
    ein interessantes Thema, zu dem ich dir gerne meine Meinung schreibe.
    WERBUNG:
    Zuviel ist, wenn ich zigmal das Gleiche serviert bekomme, sprich immer wieder dieselbe Mail, denselben Post oder Tweet. Wenn etwas bereits vor Erscheinen als `Klassiker´ angepriesen wird oder vorab über den grünen Klee gelobt wird. Oder wenn die Aussage zum Produkt übertrieben erscheint und sie gar nicht dazu passt.
    Gute Werbung macht mich mit wenigen Aspekten neugierig, erschlägt mich nicht mit Infos und kommt keinesfalls tausendfach daher, sondern immer mal wieder. Der Aspekt: „Ach ja, davon habe ich schon gehört…“ ist wichtig. Irgendwann setzt sich das Gesehene/Gehörte fest und verleitet einem zum Kauf.
    Generell: Empfehlungen von Bekannten/Freunden nehme ich gerne an. Plumper Werbung im Netz und Co. stehe ich hingegen kritischer gegenüber.
    GUTE/SCHLECHTE REZENSION
    Eine gute Rezension beinhaltet konstruktive Kritik (mit der ich als Autorin arbeiten kann!). Die kann sowohl positiv, als auch negativ ausfallen. Sie sollte keinesfalls verletzend sein, denn hinter dem Buch steht immer auch ein Mensch, der sich etwas beim Schreiben gedacht hat. Und das gilt auch umgekehrt: Hinter einer Rezension steht immer ein Leser, er sich Gedanken über das Gelesene und seine Bewertung gemacht hat. Solange sich beide Seiten Respekt entgegenbringen, funktioniert dieses Regelwerk. Kritisch sehe ich das, wenn die Anonymität des Internets Rezensenten dazu verleitet, Dinge zu schreiben, die sie face-a-face niemals äußern würden.
    Ich persönlich habe nicht viel Zeit zum Lesen (ich schreibe lieber :D ), demnach mag ich Rezis lieber kurz und knackig. Jedoch nicht einfach: „Fand ich gut, kann ich empfehlen.“ Ein kurzer eigener Eindruck, Pros und Contras dürfen schon formuliert werden.
    WAS HABEN AUTOREN DAVON?
    Wie schon geschrieben: Eine gute Rezension ist auch konstruktive Kritik. Wenn ich sie als Autor richtig nutze, kann ich daran wachsen, besser werden. Denn natürlich möchte ich meine Leser gut unterhalten.
    Bei meiner ersten, nicht so gut ausgefallenen Rezension war ich zunächst sehr frustriert, fühlte mich demotiviert und habe mich darüber geärgert. Dann aber habe ich meinen Ärger beiseitegeschoben, habe die Bewertung nochmal durchgelesen und festgestellt, dass sie mir die Kanten im Buch aufwies, die ich bewusst missachtet hatte. Das war schmerzhaft, aber heilsam. Im nächsten Buch habe ich dann diese Stellen nicht mehr ignoriert, sondern ausgearbeitet.
    Natürlich gibt es auch Kritik, die `aus dem Bauch heraus´ kommt. W.z.B. in meinem Vampirroman zu wenig oder zu viel Blut vorkommt, weil keine Sexszenen dabei ist oder zu viele davon etc. Das ist dann der persönliche Geschmack und der ist bekanntlich so vielfältig, wie es Leser gibt. Ob man sich als Autor daran hält, ist aber ebenfalls …genau: Geschmackssache!
    Dass sich ein Autor, der 100te Bewertungen bei diversen Portalen bekommt, bei allen Rezensenten persönlich bedanken kann, sollte man nicht wirklich erwarten. Da muss dann auch ein Rundpost z.B. bei Facebook reichen. Ich persönlich habe leider noch nicht so viele Rezis bekommen, versuche aber immer darauf zu reagieren. Doch das ist manchmal leider gar nicht so einfach, sei es aus Zeitmangel oder weil der Rezensent nicht greifbar ist (weil z.B. keine Mailadresse vorhanden ist).

    So, das war es von mir zu diesem spannenden Thema.
    Liebe Grüße aus Trier,
    Sandra Baumgärtner
    PS: Ich kommentiere nicht anonym, um mich zu verstecken, sondern weil alles andere nicht funktioniert.

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  9. Hallo Gwynny!

    Ich bin selbst unter einem anderem Namen in verschiedenen Gruppen angemeldet, trage aber selten dazu bei. Ich schaue ich nicht immer rein, das ist bei mir auch ein bisserl eine Zeitfrage. Grundsätzlich finde ich die Werbung okay, wie soll man denn sonst von Neuerscheinungen oder Lesungen oder so erfahren? Die Buchhandlung macht es ja auch nicht anders :). Letztens habe ich durch einen Flyer (Lag auf so einem Prospektständer wie dem hier) von einer Lesung erfahren, die ich wohl sonst nicht mitbekommen hätte. Ich verstehe aber auch, dass man es übertreiben kann ... Solchen Autoren sollte man vielleicht mal sagen, dass sie grad übers Ziel hinaus schießen.

    Was die Länge von Rezensionen angeht: Ich mag lange Rezis auch lieber als kurze. Wobei mir das kurze Fazit am Ende aber wichtig ist, denn das entscheidet oft, darüber ob ich den ganzen Text dann lesen will oder nicht. Und ich hab gemerkt, dass ich Rezis immer am liebsten von Büchern lese, die ich kenne. Einfach, weil es mich interessiert, was jemand anderer davon gehalten hat. Die andere Variante ist, wenn ich überlege, ob ich das Buch lesen soll oder nicht. Dann schaue ich auch sehr gerne, wie es anderen gefallen hat. Und ich finde es auch total in Ordnung, wenn jemandem ein Buch nicht so gefallen hat. Wenn ich irgendwo nur Rezis finde, wo alle ein Buch über den grünen Klee loben, würde ich mir sogar was dabei denken, denn sowas gibt es einfach nicht.

    Liebe Grüße
    Mia

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