♥ Lese Empfehlung ♥

Veronika Serwotka ist hier ein absolut gelungener Auftakt für ihr High Fantasy Werk geglückt. Ihr fesselnder Schreibstil und die lebensnahen Charaktere machen dieses Buch zu einem rundum begeisternden ersten Band. Die Idee ist nicht nur toll, sondern wurde auch sehr gut umgesetzt. Ich freue mich schon sehr darauf, mehr von dieser Autorin lesen zu dürfen!

Dienstag, 13. Februar 2018

Release-Party zu "CYBEREMPATHY" von E.F. v. Hainwald - Der Schnitzer




Herzlich willkommen zur Release-Party für
"CYBEREMPATHY" 
von E.f. v. Hainwald! :)

Ich hab mich für Euch in die gefährlichen Gossen der Unterstadt gewagt, um herauszufinden, was diese gefährlichen Schnitzer eigentlich so treiben - es war kein Zuckerschlecken, das könnt Ihr mir glauben. Wenigstens hat die Redaktion meinen Artikel gleich gedruckt *puh*

Ach ja, es gibt auch etwas zu gewinnen ;) Am Ende des Beitrages erfahrt Ihr, wie :)

Aber bevor Ihr Euch nun in meinen Artikel reinlesen dürft, bekommt Ihr noch eine Übersicht, wer sich alles für Euch mitten in die Story gestürzt hat ;)


Die Stationen der Skyscrape Exklusiv Reportage:
  
Mi. 07.02.18
Interview mit einem Syndikatsboss
Bei Bücher aus dem Feenbrunnen









Fr. 09.02.18
Einblicke in die Stadt Skyscrape
Bei Magische Momente für mich









Mi. 14.02.18
Der Schnitzer - Ein Interview für den Daily Underground
Hier bei mir :)






Fr. 16.02.18
Interview mit einer Chirurgin
Bei booksline









Mi. 21.02.18
Interview mit einer Obrigkeitsvertreterin
Bei Reading is like taking a journey







Fr. 23.02.18
Interview mit einem Kybernetikmechaniker
Bei Charleen's Traumbibliothek







Mi. 28.02.18
Unsere Nachrichten Chefin! :)
Zusammenfassung und Infos für Euch 













DER SCHNITZER -
EIN INTERVIEW FÜR DEN DAILY UNDERGROUND


Reporterin: Teja Ciolczyk






Ein nervöses Kribbeln fährt mir durch die Glieder.
Damals waren die Interviews irgendwie angenehmer – man musste die Leute nicht persönlich treffen. Aber das war vor meiner Zeit in dieser Siffe, die ich nun meinen Lebensraum schimpfen darf …

„Teja, es ist nicht nur ungewöhnlich – es ist gefährlich! Was hast Du dir dabei gedacht?“, mein Mann gestikuliert wild hinter mir herum und versucht damit seinen Worten mehr Nachdruck zu verleihen.

Ich kann ihn ihm Spiegel wunderbar beobachten, wie er da hin und her tigert, und muss unwillkürlich lächeln. Dabei sollte er es doch besser wissen, er kennt mich schon seit so vielen Jahren. Ein leises Kichern entfährt meinem trockenen Hals und bleibt mir beinahe darin stecken. Gekonnt überspiele ich meine Angst, setze mein schönstes Lächeln auf und drehe mich zu ihm herum.

„Schatz, bitte. Es ist wichtig! Wie sollen wir je ein besseres Leben führen, wenn ich meine Karriere beim Daily Underground nicht pushe? Es ist alles vorbereitet, ich habe meine kybernetischen Arme gestern extra warten lassen. Die Laserstrahler in den Zeigefingern haben noch ein paar Prozent Bündelung draufbekommen. Außerdem bin ich ja kein kleines Mädchen mehr, ich weiß, was ich tue“, ich hebe die Hände und tue so, also ob ich zwei Waffen hochhalten würde – ok, ich halte tatsächlich welche hoch.

„Mit dir ist man gestraft fürs ganze Leben, das weißt du aber, ja?“
Mit einem theatralischen Seufzer schließt er mich in seine Arme und raunt mir zu: „Pass da draußen einfach auf dich auf, ja?“

Ich nicke nur und gebe ihm einen Kuss auf die schmollenden Lippen. Zuerst erwidert er ihn nicht, als ich mich schon etwas enttäuscht zurückziehen will, kann er sich dann aber doch nicht mehr beherrschen und legt kurz seine ganze Leidenschaft in unseren Abschied.

„Mach Dir keine Sorgen, gegen 20 Uhr bin ich wieder zu Hause und alles wird in bester Ordnung sein. Du kennst mich doch“, ich lege meinen Kopf etwas schief und schenke ihm ein freches Grinsen.

„Genau deshalb sorge ich mich ja!“, er wirft aufgebend die Hände in die Luft und murmelt nur noch: „Ein Schnitzer. Klar, es musste ein Schnitzer sein …“, mit dem Kopf schüttelnd, verlässt er unser Schlafzimmer und kramt irgendwas in der Küche rum.

***

„Ok, Teja. Showtime!“ Ein letzter Blick in den Spiegel. Das Outfit passt. Tanktop, Lederjacke und eine Cargo Hose in hässlichem Tarngrün. Dazu ein paar schwarze Boots. Nicht schön – aber nützlich. Die Haare sind zu einem straffen Dutt gebunden. Schließlich muss ich tough auftreten und nicht wie das verletzliche Mauerblümchen von nebenan. Nicht, dass dieser Kerl noch auf krumme Gedanken kommt …

Ok, wieso habe ich mich noch mal auf diesen Treffpunkt eingelassen? Niemand kann uns hier sehen, es ist dunkel, eklig und – na gut, es passt irgendwie. Ein angespanntes und etwas verzerrtes Grinsen macht sich bei mir breit. 
Wenigstens habe ich nun eine gute Einleitung für meinen Artikel. Ich schaue mich noch mal um und versuche dabei so entspannt auszusehen, wie ich mich verdammt noch mal so gar nicht fühle. Ich lockere die Schultern und betrachte meine Umgebung.

Ich befinde mich in einer kleinen schmalen Gasse in den tiefsten Untiefen der Unterstadt. Die baufälligen Häuser ragen zu beiden Seiten dunkel und rissig über mir auf und geben der Szenerie irgendwie eine Endzeitstimmung. Überall liegt Dreck, es tropft von Dächern und der Geruch von verendetem Leben liegt in der Luft.

Etwas in der Betrachtung verloren, vernehme ich plötzlich eine Art … Stampfen. Es klingt fast so, als ob etwas sehr Großes auf mich zukäme. Ich will mich schon in eine Nische zurückziehen, da sehe ich, um wen es sich handelt. Er selbst nennt sich nur „Z“. Kein wirklicher Name, aber ich weiß wenigstens, wie ich ihn ansprechen soll.

Trotz der schlechten Sicht ist aufgrund des Zwielichtes, erkenne ich ihn an seinen Beinen – genetisch verändert. Er sagte mir bei unserem ersten Treffen, das habe er sich von einem Tier abgeschaut. Wie hieß das noch gleich? Ach ja, Strauß oder so. Die Knie sind seltsam nach hinten gebogen, so kann er seiner Beute – wie er es liebevoll nennt – hinterhersprinten und sehr hochspringen.

Keine Chance für die Flüchtenden.
Sehr erbauend.

Ich schlucke hart und lasse meinen Blick über die Beine nach oben wandern. Er hatte eine Brille aufgesetzt. Rund und dunkel. Sie wirkt irgendwie mechanisch, fast wie ein Relikt aus grauer Vorzeit. Das Gestell ist aus irgendeiner Metalllegierung und lässt die Gläser bestimmt zwei Zentimeter nach vorne stehen. Statt mit Bügeln ist die Brille an einem Lederband mit Schnallen am Hinterkopf befestigt.

„Fertig mit Glotzen?“, seine raue und tiefe Stimme reißt mich mit ihrem leicht drohenden Unterton aus meiner Beobachtung.

Ich fange mich rasch und antworte tough: „Klar. Schön, dass Sie es einrichten konnten, Z.“

„Verschwende keine Zeit, stell deine lästigen Fragen“, er hebt eine Hand und bedeutet mir mit einer leicht unwirschen Geste, dass ich endlich anfangen soll.
Wobei Hand nicht ganz richtig ist. Denn da, wo sich seine rechte Hand befinden sollte, finden sich chirurgische Werkzeuge. Sehr interessant und sicher praktisch für seinen Job als Schnitzer. Ich nehme schnell mein Notice-Board aus meiner Hosentasche und mache mir beim Stellen der ersten Frage bereits Notizen.

„Z, was genau darf ich unter einem Schnitzer verstehen? Nennst du dich selbst auch so?“, ich blicke ihn erwartungsvoll an und setze den Tech-Schreiber auf das Notice-Board.

„Lady, es bleibt beim Schnitzer. Denn das tue ich – ich schnitze meine Beute zurecht. Am besten lebendig, dann macht es mehr Spaß“, er lacht dreckig und es geht in einen widerlich verschleimten Husten über.

Er spuckt aus und fährt dann fort: „Der einzig wahre Schnitzer von Unterstadt bin ich. Ich handle mit frischen und unveränderten Körperteilen. Gibt ‘nen Haufen Asche. Die Leute lieben Bio-Ware. Das Zeug geht an Organzwischenhändler. Keine Ahnung, was daran so geil sein soll, mit meinen Beinen bin ich jetzt jedenfalls besser dran.“ Er schart mit den Krallen auf dem Beton und klappt, beinahe genüsslich, die Werkzeuge seiner kybernetischen Hand ein und aus.

Mir wird etwas unwohl. Ok, das ist untertrieben. Mich packt langsam die kalte Angst. Aber ich muss da jetzt durch, ich brauche diese Story einfach.

„Deine … Beute. Sie gibt ihre Körperteile sicher nicht freiwillig? Nach was für einem Schema gehst du vor, wer ist für dich geeignet?“, ich kratze mich aufgeregt mit meinem Tech-Schreiber am Kopf und warte auf eine Antwort.

Er lässt sich Zeit, fährt sich mit der linken Hand am Kinn durch den schwarzen Dreitagebart und lässt sich dann endlich herab, meine Frage zu beantworten. Ein gefährliches Grinsen lässt sein Gesicht aussehen, wie das einer Raubkatze, kurz bevor sie ihre Beute anfällt.

„Sag mal, Schätzchen, du kommst wohl nicht viel raus, wie? Freiwillig …“, wieder dieses schmierige Lachen.

„Meine Beute ist nie freiwilliger Spender. Ich liebe die Jagd, die Angst, die den Flüchtenden mit Schweiß aus jeder Pore rinnt. Wie sie ihre Augen aufreißen, wenn sie merken, dass sie nicht davonlaufen können! Wie ich sie auswähle – tja, das bleibt mein kleines Geheimnis, Süße! Ich lasse mir doch nicht die Butter vom Brot nehmen, von irgendeinem Stümper, der mehr Körperteile zerstückelt, als brauchbar zu sammeln!“, beinahe wütend spuckt er wieder aus, nimmt eine drohende Körperhaltung ein.

Eine Gänsehaut legt sich über meinen ganzen Körper. Mir wird in diesem Moment erst richtig bewusst, wie gefährlich dieser Mann wirklich ist.

„Ok, Z. Ich wollte dich nicht beleidigen!“ Abwehrend hebe ich die Hände und versuche ihn so zu beschwichtigen.

„Machen wir weiter. Bist du einem der Syndikate unterstellt, oder lebst du auf Risiko und fährst dein eigenes Ding?“, gespielt gelassen blicke ich erst zu ihm und dann auf mein Notice-Board.

„Syndikat? Das ich nicht lache. Dieser Haufen leerer Blechhirne soll mir befehlen, was ich tun und lassen soll? Die scheißen sich doch alle in die Hosen, sobald sie meinen Namen hören!“, arrogant richtet er sich auf und legt den Kopf zur Seite.

„Schreib das ruhig in deinen billigen Artikel, das wird ihnen sicher Beine machen.“

Er gackert gehässig, schaut mich scheinbar analysierend von oben bis unten an.

„Sag mal, Lady. Du bist aber nicht Bio. Schade eigentlich, mir gefallen deine Beine …“, ein gieriger Ausdruck legt sich auf sein Gesicht. Es war eine Feststellung, keine Frage.

Ich schüttle nur verneinend den Kopf, innerlich tief aufatmend. Meine Beine sind nämlich durchaus „Bio“, wie er es nennt. Doch wie hat er nur herausgefunden, dass ich verändert bin? Meine Laserstrahler sind äußerlich nicht zu sehen. Um meine Unsicherheit zu überspielen, stelle ich schnell meine letzte Frage, ehe ich den Rückzug antreten werde.

„Z, wofür steht das?“

„Zerstückeln“, er grinst und legt eine Reihe gelber und verfaulender Zähne frei.

Ich kann nur mit Mühe unterdrücken, umgehend vor ihm wegzurennen.

„Danke, Z. Ich weiß zu schätzen, dass du dir extra die Zeit genommen hast. Viel Erfolg bei deinen weiteren … Jagden.“

Ich will mich gerade abwenden, als er mich mit seiner linken normalen Hand am Arm packt und wieder zu sich reißt.

„Was ist mit meiner Belohnung?“, er zieht mich näher zu sich, ich kann seinen ekelerregenden Atem auf meiner Haut spüren.

„Welche Belohnung, das war nie vereinbart! Du wolltest mit mir sprechen, damit dein Name mehr Prestige in der Unterstadt erhält“, panisch versuche ich mich loszureißen.

Doch ich habe keine Chance. Scheinbar hat er auch kybernetisch verstärkte Arme.

„Ein bisschen Bio bist du ja doch. Deine Beine …“, an seiner rechten Hand klappt er eine Spritze aus, die mir zuvor gar nicht aufgefallen war.
Der Dreckskerl will mich betäuben!

Bevor mich die Panik lähmt, klappe ich also die Fingerkuppe meines freien Zeigefingers runter und feuere mit meinem Laserstrahl genau auf seine gesunde Hand. Das hat gesessen!

Doch, statt zu schreien, zuckt er nur zurück und knurrt wie ein wildes Tier.
„Du miese Schlampe! Warte nur, dich werde ich komplett zerlegen, Bio, oder nicht. Und es wird mir ein pures Vergnügen sein!“, grunzt er und geht angriffsbereit in die Knie.

Bevor er auch nur eine weitere Handlung vollziehen kann, schieße ich mit überladenem Energielevel auf sein Herz. Lautlos, den Mund zu einem überraschtem O geöffnet, sinkt er in sich zusammen. Er hat das letzte Mal versucht, etwas zu zerstückeln …

Die Überladung lässt meine Finger zu einem Klumpen Metall verschmelzen und ich beiße die Zähne zusammen. Für die teure Erweiterung des Energielevels habe ich meine Nervensensoren in Zahlung geben müssen. Wer hätte gedacht, dass mir das nun auch noch zu Gute kommt.

Ohne mich noch einmal umzudrehen, renne ich fort. Ich kann schon jetzt den tadelnden Blick meines Mannes auf mir spüren, wenn er meine beschädigte Hand sehen wird. Wie recht er doch hatte – aber die Story ist sicher und damit auch eine Menge Geld.

Eben noch knapp mit dem Leben davongekommen, heben sich meine Mundwinkel schon wieder zu einem breiten Grinsen. Gut gemacht, Teja.

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Text von mir ;)

Bildmaterial: 
Urheber - Korbox



Hier noch ein paar Infos zum Buch



eBook: Seiten, 4,99 Euro
Print: 560 Seiten, 16,90 Euro
Webseite: www.hainwald.de


Sicherheit, Gleichheit und Einigkeit;
Freiheit, Gerechtigkeit und Individualität

Das weltumspannende Cybernet ist der Segen der Zukunft – es verbindet die Empfindungen der Menschen. Kybernetik, Genetik und Holografie sorgen für ein langes Leben voller Gesundheit, Kraft und Schönheit. Die Welt scheint endlich Frieden gefunden zu haben und die Menschheit bereit, in das Universum vorzudringen.

Der renommierte Erinnerungskonstrukteur Leon lebt in den oberen Ebenen der vertikalen Stadt Skyscrape und schon bald wird er mit seiner großen Liebe Janica verheiratet sein. Doch die fatalen Folgen eines dubiosen Auftrages werden ihm zum Verhängnis. Er wird zum Spielball der Mächtigen und sein bisher so von Erfolg beschienenes Leben liegt innerhalb kürzester Zeit in Scherben.

Als er schließlich in die unteren Ebenen der Stadt abgeschoben wird, erlebt er eine Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Der menschliche Körper ist nur eine austauschbare Puppe und die dort fehlende Verbindung zum Cybernet stellt sein gesamtes Sein als Mensch infrage.

Doch ausgerechnet an diesem gefühlskalten Ort berührt jemand unerwartet sein Wesen – und das intensiver, als es die künstliche Empathie jemals hätte ermöglichen können.

Ist der vermeintliche Segen vielleicht doch ein Fluch oder nur der logische Schritt der Evolution?





~~~ GEWINNSPIEL ~~~




Wie hüpft Ihr in den Lostopf für die Goodies?
Beantwortet mir einfach die folgende Frage:

Wofür steht das "Z" im Namen des Schnitzers?

Wer nicht hier drunter kommentieren kann, der darf auch gerne eine Mail an Susanne senden (Bücher aus dem Feenbrunnen)
Alle die hier auf dem Blog reinhüpfen oder auf Facebook, kommen in den Lostopf!

Mail: Firebird800@web.de mit dem
Betreff: Der Schnitzer


TeilnahmebedingungenTeilnahme am Gewinnspiel ist erst ab 18 Jahren, oder mit Erlaubnis der Eltern
Bewerber erklären sich im Gewinnfall bereit, öffentlich genannt zu werden
Ein Anspruch auf Barauszahlung des Gewinns besteht nicht
Keine Haftung für den Postversand
Versand der Gewinne innerhalb Deutschland
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
Bitte darauf achten eine Mail Adresse zu hinterlassen oder sich im Gewinnfall innerhalb einer Woche zu melden, denn ansonsten verfällt der Gewinn!
Das Gewinnspiel läuft vom 14.02.2018 – 20.02.2018
Das Gewinnspiel hier auf meinem Blog endet am 21.02.2018 um 23:59 Uhr
Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt immer bei Susanne auf dem Blog ( Bücher aus dem Feenbrunnen) !!!





Montag, 12. Februar 2018

REZENSION "Die Sagen der Âlaburg" Band 4 von Greg Walters

<< Plötzlich begann die zarte Samuse zu schimmern und ein glockenhelles Lachen war laut zu vernehmen, das auf die Gesichter aller eben noch in Trauer versunkenen Anwesenden ein glückliches Lächeln zauberte. >>
Aus „Die Sagen der Âlaburg“ von Greg Walters


Das Buch „Die Sagen der Âlaburg“ von Greg Walters ist der vierte und letzte Band der Farbseher Saga. Es ist im November 2017 erschienen und als Taschenbuch, Hardcover und eBook erhältlich. Bald wird es auch die Hörbuchvariante geben.


Ein Abschied, der mir nicht leichtfällt. Magisch, spannend und abenteuerlich. Ein gelungener Showdown für den Farbseher und seine Freunde.


Band 1 "Die Geheimnisse der Âlaburg" *klick*
Band 2 "Die Legenden der Âlaburg" *klick*
Band 3 "Die Chroniken der Âlaburg" *klick*


Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird, ein Zwerg, der richtig gut zaubern kann, ein übergewichtiger Zwergelbe, ein hinkender Ork. Sie können die Welt retten – oder vernichten. Krieg überzieht Razuklan. Täglich landen Hunderte Vonynen an den Küsten des Kontinents und verwüsten ganze Landstriche. Bald wird die dunkle Zauberin auch die letzte magische Quelle zerstören. Der Drianyorden schaut diesem Treiben scheinbar unbeteiligt zu. Die Studenten der Âlaburg müssen eingreifen, um die Zauberin aufzuhalten. Für Leik und seine Freunde beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, bis schließlich der Farbseher vor einer alles entscheidenden Wahl steht.


Für mich handelt es sich hier um den besten der 4 Bände. Greg Walters hat seinen Schreibstil nicht nur gehalten, sondern auch zu seinem Vorteil weiterentwickeln können. Mit dem Gefüge der vier Freunde hat er einfach etwas Einzigartiges geschaffen und nimmt mich als Leserin so mit auf eine Reise durch den Strudel der Ereignisse. Die Seiten fliegen und die Charaktere wachsen ans Herz – noch mehr. Was am Ende einer Reihe ja beinahe gemein ist ^^ Aber auch, wenn ich versucht habe mich dagegen zu wehren, so konnte ich doch nicht anders.

Besonders haben es mir in diesem Teil die Samusen angetan. Schon immer spielen sie eine wichtige Rolle in der Farbseher Saga – wenn auch eher vage gehalten, welche Rolle das wirklich ist. Und tatsächlich behalten sie sich ihren Status bei ;) Die kleinen geheimnisvollen und frechen Dinger strahlen eine enorme Weisheit und Lebensfreude aus. Meine kleinen Lieblinge :)

Das Ende als solches, war mir fast zu kurz und doch wieder angemessen und nachvollziehbar. Ich denke, da macht sich eben bemerkbar, dass man sich aus Razuklan nicht wirklich verabschieden möchte.

Die ganze Handlung, von Band 1 bis zum Schluss – sie hat einen roten Faden und konnte mich immer in Atem halten. Auch wenn zwischen den einzelnen Bänden längere Lesepausen lagen, so war ich stets wieder mitten im Geschehen. Diesen letzten Band zu lesen, das war wie nach Hause zu kommen. Man trifft seine Freunde und geht ein Stück ihres Weges mit ihnen gemeinsam. Das macht Greg Walters Schreibstil so besonders und wundervoll.

Es tut wirklich weh, dass die Geschichte nun vorbei ist. Aber durch ihr absolut gelungenes Ende landet sie mit einem Lächeln in meinem Regal.


Ein würdiger und absolut gekonnter Showdown für Leik McDermit und seine Freunde. Mit einem kleinen Tränchen im Augenwinkel winke ich diesem wundervollen und magischen Abschluss der Farbseher Saga hinterher. Greg Walters hat mich mit diesem letzten Band überzeugt und als großen Fan seiner Schreibkunst für sich erhalten :) Ich freue mich sehr auf alles weitere, das aus seiner Feder kommen wird!


Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 12.02.2018


BEWERTUNG FÜR DIE REIHE ALS GANZES
Hier gibt es 5 von 5 Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 12.02.2018

Montag, 5. Februar 2018

REZENSION "Der Weihnachtosaurus" von Tom Fletcher aus dem cbj Verlag


«Das ist das Wunderbare an Weihnachten», sagte Willam … 
«Mit jedem Schritt, mit dem man sich von der letzten
Weihnacht entfernt, 
kommt man der nächsten Weihnacht näher.»
Aus „Der Weihnachtosaurus“ von Tom Fletcher




Das Buch „Der Weihnachtosaurus“ von Tom Fletcher ist in der deutschen Sprache im Oktober 2017 im cbt Verlag erschienen. Es ist als Hardcover, eBook und Hörbuch erhältlich.




Wundervoll lustige Fantasy für Kinder und Erwachsen. Sie bringt den wahren Zauber der Weihnacht mit viel Liebe direkt ins Herz!


»Lieber Weihnachtsmann, ich wünsche mir einen echten Dinosaurier ...«

Die Weihnachtswichtel am Nordpol sind ganz aus dem Häuschen, als sie tief im Eis ein geheimnisvolles Ei entdecken. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich brütet das Ei unter seinem dicken Po aus. Zur Verblüffung aller schlüpft ein freundlicher kleiner Dinosaurier: der Weihnachtosaurus. Zufällig schickt zur gleichen Zeit, tausende Kilometer entfernt, ein kleiner Junge namens William seinen Wunschzettel an den Weihnachtsmann ab: Er wünscht sich einen echten Dinosaurier. Als William und der Weihnachtosaurus einander in der Weihnachtsnacht begegnen, erleben die beiden nicht nur ein fantastisches, zum Brüllen komisches Abenteuer, sondern auch, was es heißt, den Wünschen seines Herzens zu folgen.



Ein Wort muss ich zuerst mal loswerden: Wundertastisch! Um es mit den Worten von Sophias Tante Tilly zu sagen ;)

Gleich zu Beginn hat dieses bezaubernde Buch meinen kleinen Sohn und mich auf ein besonderes Abenteuer mitgenommen. Es hat uns viele Lacher, heftiges Stirnrunzeln, Trauer, Ärger und Freude bereitet!

Es ist spannend, lustig und zeigt so wundervoll den eigentlichen Zauber der Weihnacht. Gepaart mit den traumhaften Illustrationen ist dieses Buch unser großes Vorlese-Highlight 2017/2018. Denn ich habe meinem Kind (4 – ok, fast 5. Sonst bekomme ich Mecker^^) jeden Abend nur ein Kapitel vorgelesen. Und manchmal mögen die Kleinen ja auch mal was anderes. Darum hat es so lange gedauert, dass Buch zu beenden ;)

Jedenfalls sind mein Sohn und ich uns einig – dieses Buch ist klasse!

Ein weihnachtliches Kleinod für Jung und Alt. Man kann es auch ohne ein Kind lesen und ich hatte wirklich ein paar Mal Tränen in den Augen. Der ganze Zauber entfaltet sich natürlich erst, wenn man das Leuchten in den kleinen Kinderaugen dazu sehen kann. Es ist herzerwärmend – die ganze Story ist herzerwärmend.

Das Szenario ist von der ersten Zeile an bildmalerisch, die ganze Aufmachung ist wundervoll und hilft auch den kleinen Kindern, sich das ganze richtig vorstellen zu können. Die hin und wieder groß geschriebenen Worte ließen mich beim Vorlesen automatisch die richtigen Stellen betonen. ^^

Spannung und Dramatik sind genial, und für einen 4-Jährigen mehr als gut zu verkraften – zumindest für meinen kleinen Racker ;)


Der ganze Schreibstil ist so gehalten, dass er sehr gut verständlich und auch eingängig ist. Mein Sohn konnte sich stets erinnern, was passiert war. Auch wenn das letzte Vorlesen aus diesem Buch ein paar Tage her war.


Gerne hätte ich mehr solch tolle Literatur in den Händen.




Ein Buch, dass sich beim Lesen in mein Herz geschlichen hat. Tom Fletcher hat hier ein weihnachtliches Kleinod für Jung und Alt geschrieben. Eine Geschichte von Mut, Liebe, Freundschaft und dem Zauber der Weihnacht. Durch den Kopf, mitten ins Herz.


Hier gibt es die Höchstwertung, 5 von 5 goldenen Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 30.01.2018

Samstag, 3. Februar 2018

GASTREZENSION "Die Tränen der Göttin: Erwacht" von Bettina Auer aus dem Zeilengold Verlag



Klappentext

Dass dieser Tag kommen würde, stand für Káyra immer fest… aber so? Mitten in der Nacht wird sie von Semar, einem Priester, entführt und auf die Festung Lýdris verschleppt. Dort soll Semar sie auf ihre Aufgabe als Auserwählte der Heiligen Göttin vorbereiten. Was diese beinhaltet, vermag Káyra jedoch keiner zu sagen. Eines aber ist gewiss – ihr Überleben ist nicht eingeplant. 

Zitat
Er blieb stehen. Er war nervös. Nervöser, als er je zugeben würde. Seine Hände zitterten vor Aufregung. Dort lag sie – Kaýra. Die Auserwählte. Als Kind von der Göttin berührt. 

Kurzfassung
„Tränen der Göttin, Teil 1 Erwacht“ erzählt von der jungen Káyra, deren Leben sich schlagartig verändert, als sie Semar in die „Hände fällt“ und ihr ein Schicksal offenbart wird, mit dem sie sich nicht ganz abfinden kann. Zu Recht, denn Káyra will (wie jeder andere auch) ihr eigenes Leben leben und vor allem, selbst darüber bestimmen. Doch die Göttin hat andere Pläne mit ihr. 

Meinung
Der Schreibstil von Bettina Auer lässt sich wie in ihren anderen Büchern sehr schön lesen. Die Charaktere sind allesamt liebevoll und gekonnt gestaltet, sodass man zu jedem einen Bezug hat, auch wenn man den ein oder anderen nicht so gerne mag. Die Autorin lässt langsam Spannung aufkommen und versteckt Fragen in Fragen, was ein Weglegen des Buches sehr schwer macht. Man denkt immer: Im nächsten Gespräch kommt bestimmt eine Aufklärung. Aber nein, dann kommen noch mehr Fragen auf und man fängt an zu spekulieren und ich finde, dadurch wird alles noch spannender und interessanter, die Neugier wächst und wächst. 

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was ich sehr schön finde, da man dadurch eigentlich nichts vermisst. Man ist immer auf dem Laufendem und weiß, was jeder von der Sache denkt und versucht damit umzugehen. 

Dazu hat das Buch noch eine zarte Liebe zu bieten, die meiner Meinung nach noch zu etwas Großem heranwachsen wird. 

Fazit
Die Geschichte ist echt toll und ich würde jetzt am liebsten weiterlesen. Darin sind so viele magische, fantastische und echt tolle Darstellungen. Auf jeden Fall eine geniale Idee und ich bin jetzt schon gespannt, wie es ausgeht. 


5 Zahnrädchen
©Melanie Klein, 28.01.2018




Mittwoch, 31. Januar 2018

REZENSION "Die Greifen-Saga: Die Ratten von Chakas" von C. M. Spoerris aus dem Sternensand Verlag

«Hör auf, Menschen, die dir wichtig sind, 
von dir wegzustoßen, bloß weil du es nicht aushältst, 
dass man dich lieben könnte«, erwiderte sie ruhig und
stutzte im selben Moment. 
Hatte sie gerade <lieben> gesagt?
Aus „Die Greifen-Saga: Die Ratten von Chakas“ von C. M. Speorri


Das Buch „Die Greifen-Saga: Die Ratten von Chakas“ von der Autorin C. M. Speorri ist im Juli 2015 im Sternensand Verlag erschienen und als Taschenbuch, Hardcover und eBook erhältlich. Es handelt sich um den ersten von insgesamt drei Bänden.


Genialer Auftakt. Fantasy, die durch tiefe Charaktere, ein wundervolles Setting und ihre Atmosphäre besticht.


Die sechzehnjährige Mica ist es gewohnt, für das zu kämpfen, was sie zum Überleben auf der Straße braucht. Sie steht am Rande der Gesellschaft von Chakas. Ihr Leben ist geprägt von Armut, Hunger und Angst. Doch nicht zuletzt dank ihrer magischen Kräfte, die nach und nach in ihr erwachen, kann sie es meistern. Alles, was ihr etwas bedeutet, ist ihr jüngerer Bruder Faím. Das Schicksal stellt sie jedoch auf eine harte Probe, als Faím von ihr getrennt wird, während sie selbst dem geheimnisvollen Dieb Cassiel in die Hände fällt, der sie in seine Gilde mitnimmt. Ist es der Beginn eines besseren Lebens? Wird es Mica gelingen, sich in den Kreisen der Diebe eine Stellung zu erkämpfen? Und wie soll sie ihren Bruder wiederfinden, der gerade selbst das Abenteuer seines Lebens erfährt?


Das Buch habe ich mir auf der Buchmesse in Leipzig gekauft – bereits 2016. Der Klappentext klang toll und ich habe es direkt vom Sternensand Stand mitgenommen.

Warum hat es also so lange gedauert, bis ich es gelesen habe? Ich habe mich schlicht nicht getraut. Es gibt diese Bücher, um die schleiche ich herum, weil ich Angst habe, sie gefallen mir vielleicht doch nicht. Das ist nicht bei allen Büchern so. Aber zu manchen habe ich eine solche Bindung.

Was soll ich sagen – hier war die Angst vollkommen unbegründet. Denn dieser erste Band konnte mich in allen Facetten vollkommen überzeugen! Und zwar so, dass ich sogar Musik dazu im Kopf hatte beim Lesen. Die aus Uncharted – bunt gemischt aus allen Teilen ^^

Ihr kennt mich. Dafür muss mich ein Buch zu 100 % abgeholt haben. Die Autorin C. M. Spoerri hat das geschafft. Das Buch hatte mich ab der ersten Seite, dabei kann ich nicht mal sagen, weshalb genau. Doch beim Lesen wurde schnell klar, dass die Charaktere Tief besitzen, sie verhalten sich und fühlen authentisch. Die Emotionen werden direkt auf mich als Leserin übertragen und ziehen mich mitten ins Geschehen.

Auch deren Charaktereigenschaften nehmen mich für sie ein. Denn hier ist nicht alles Gold, was glänzt und es gibt auch kein Schwarz und Weiß. Jeder hat sein Päckchen zu tragen.

Die Beschreibungen lesen sich gar nicht als solche, man bekommt schlicht Bilder vor die Augen gezaubert und die einzigartige Atmosphäre dieser staubigen und heißen Stadt tut ihr Übriges dazu.

Die Spannung ist eher allgegenwärtig, als mit überspannten Spitzen zu überfordern. Das gibt noch mal ein ganz eigenes Lesegefühl.

Der Cliffhanger am Ende ist bitterböse – und ich bin es ebenso, weil ich Band 2 noch nicht zu Hause habe *heul*


Das erste Buch in diesem Jahr, das mich so vollkommen überzeugen konnte. Fantasy, wie ich sie Liebe. Es gibt Spannung, ein gelungenes Charaktergefüge, ein wenig Liebe und ein geniales Setting. Der fiese Cliffhanger wird mich über kurz oder lang dazu verleiten, mir den zweiten Band zu kaufen. Entweder vorher, oder spätestens auf der LBM 2018 ;)


Hier gibt es die Höchstwertung, 5 von 5 goldenen Zahnrädchen
©Teja Ciolczyk, 28.01.2018

Montag, 29. Januar 2018

Über die Wandelbarkeit meines eigenen Leseverhaltens



Nie hätte ich gedacht, dass ich das mal sagen würde. Aber ich fahre mehrgleisig – und ich stehe dazu!

Ernsthaft. Eins reicht mir nicht – obwohl, so kann man das nicht sagen. Es geschieht eher, weil ich mal wieder nicht an das Buch meiner Wahl herankomme. Wenn mein Mann nach der Nachtschicht schläft, das Buch aber in unserem Schlafzimmer an meinem Bett liegt …

Gebt es zu, bei mehrgleisig seid Ihr gleich hellhörig geworden ^^

Aber um das Ganze mal von der ernsten und seriösen Seite anzugehen, hier mal meine Gedanken zu den Veränderungen in meinem Leseverhalten:


Wenn mich heute ein Buch gerade nicht gefangen halten kann – obwohl es eigentlich echt gut ist – dann lege ich es zur Seite und lese in einem anderen. Oft verschafft mir das den nötigen Abstand und ein wenig Ruhe. Ich komme aus dem Lesezwang raus und kann meist schon am nächsten Tag wieder zu der ursprünglichen Lektüre greifen.

Zum anderen kann ich ja sonst gar nichts mehr Lesen, wenn ich ein Lektorat laufen habe. Und das ist in diesem Jahr ständig der Fall. Da wächst mein SuB ja ins Unendliche ^^ Nee, nee. Ich habe mir da angewöhnt, mir auch die Zeit zu nehmen und sehr wohl zu einem Buch zu greifen. Am Abend dann, nach getaner Lektoratsarbeit ;) Also auch hier wieder mehrgleisig!

Die Tageszeit hat sich auch geändert. Früher immer nur brav abends im Bett, wenn alles erledigt war. Vorher habe ich mir das schlicht nicht erlaubt. Heute weiß ich, dass es die kleinen Pausen am Tag sind, die ihn zwischen Arbeit, Mutterdasein und Ehefrau erträglich machen. Also nehme ich durchaus mal für eine halbe Stunde, oder gar eine ganze, das liebe Buch her und entspanne mal kurz. Tut gut, kann ich Euch nur empfehlen ;)

Tja, und dann geht es auch noch um das, was ich lese.
Früher ausschließlich Fantasy. Und zwar High Fantasy! Wehe, da war zu viel Liebe drin! *pfui*
Und dann kam meine beste Freundin ins Spiel. Sie schrieb mit „Die Welt der vier Jahreszeiten“ Romantasy – die erste, die ich je gelesen habe! (Damals war ich noch nicht mit ihr befreundet)

Und was soll ich sagen? Sie hat meinen Lesegeschmack revolutioniert! Jawohl, denn ich stehe inzwischen echt auf gute Romantasy ^^ Ich mag auch immer noch High Fantasy liebend gern, aber mein Repertoire hat sich erheblich vergrößert – danke Mel ;)




Nur eines ist gleichgeblieben – ich hatte noch nie eine Leseflaute. Ich hoffe, ich bleibe auch weiterhin davon verschont ;)

Schon interessant, wie sich das alles verändern kann.
Wie sieht es bei Euch aus, hat sich Euer Leseverhalten auch geändert? Wenn ja, in welchem Ausmaß?
Ich bin gespannt, was Ihr zu erzählen habt ;)


Alles Liebe
Teja

Freitag, 26. Januar 2018

REZENSION "Cursed. Unendliche Verdammnis von Alia Cruz aus Carlsen: Dark Diamonds

« Die Welt ist voll Magie, meine Kleine. Die Menschen sehen sie nur nicht mehr »
Aus "Cursed. Unendliche Verdammnis" von Alia Cruz


Das Buch „Cursed. Unendliche Verdammnis“ von Alia Cruz ist im Januar 2018 unter dem Banner von Dark Diamonds erschienen. Derzeit ist es nur als eBook erhältlich. Es handelt sich um einen in sich abgeschlossenen Einzelband.


Romantisch, spannend und kurzweilig. Romantasy mit einer Prise Zeitreise und einem Hauch Thriller.


**Wenn die Liebe deines Lebens 200 Jahre auf dich warten musste…**

Bevor Lord Brandyn Waltham II. sein Recht auf ein normales Leben verwirkte, arbeitete der Lebemann und Frauenheld als Spitzel für Napoleon und ließ keine Gelegenheit für eine unmoralische Tat an sich vorbeiziehen. Dafür hat er bis heute teuer zu bezahlen. Seit 200 Jahren verflucht, durchzieht er nun als dämonisches Wesen die Straßen Londons, nur wenige Schritte davon entfernt, all seine Menschlichkeit zu verlieren. Doch als die junge Journalistin Zara ihm zum ersten Mal begegnet, sieht sie nicht das Tier in ihm, sondern einen innerlich gespaltenen und dabei verboten attraktiven Mann. Selbst vom Leben aufgezehrt, sucht sie in seiner Nähe Zuflucht, bis ihr aufgeht, dass nur sie ihn sehen kann. Und damit wahrscheinlich seine einzige Rettung darstellt…


Ein wirklich kurzweiliges Lesevergnügen, das in viele Bereiche der Fantasy reinschnuppert. Wir haben Dämonen, Hexen, Götter und andere Wesen. Das macht es interessant und abwechslungsreich.

Die Autorin kann in jedem Fall fesseln. Die Atmosphäre ist spannend und durch ihren leicht lesbaren Schreibstil hat man das Buch sehr schnell „weg geatmet“.

In manchen Bereichen hätte ich mir etwas mehr Tiefe und ein wenig mehr Zeit für die Einzelheiten gewünscht. Zum Beispiel die Sache mit Zaras Vater - das war dann einfach so. Die Erklärung am Ende war mir leider auch zu gegeben. Da hätte es oft einfach etwas mehr sein dürfen. Ich habe schon alles verstanden, nur hätte ich gern ein wenig mehr erklärt bekommen, um die Zusammenhänge dann am Ende auch richtig greifen zu können. So kam es mir bisweilen ein wenig überstürzt vor.

Insgesamt blieb der Lesespaß jedoch erhalten. Die Thematik mit allerlei magischen Wesen, gepaart mit der Liebe der beiden Protagonisten, hat für tolle Unterhaltung gesorgt.

Ein paar Klischees wurden auch bedient, aber bei Romantasy braucht es das manchmal einfach. Darum sehe ich das hier nicht unbedingt als Kritikpunkt. Für ein wenig Würze haben die zwei, drei kleinen und sehr ästhetisch gehaltenen erotischen Szenen gesorgt. Keine Angst, hier driftet es nicht in die Erotik ab! Es ist einfach ein kleiner Bonus.

Sehr gut gefallen hat mir, wie ein Teil der Geschichte in die Story eingeflossen ist. So hatte das alles etwas Reales und Greifbares. Es hat ihr Authentizität verschafft.

Die beiden Protagonisten Brandyn und Zara habe ich in mein Herz geschlossen – ich mag die beiden einfach. Vor allem Zara, weil sie in allem etwas Gutes sieht. Und Brandyn ist in seiner aufgebenden melancholischen Art und mit seinem Charme einfach herrlich süß. Eine gelungene Mischung, die beiden Tragen die Geschichte wirklich toll und passen perfekt in die Szenerie.


Ein spannendes, romantisches und kurzweiliges Lesevergnügen mit ein paar kleinen Schwächen. Ich habe es jedoch gern gelesen und würde auch wieder etwas von Alia Cruz zur Hand nehmen :)


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©Teja Ciolczyk, 24.01.2018